Wärme mit hervorragendem Primärenergiefaktor

Die Versorgung eines Gebäudes mit Wärme aus dem Wärmenetz in Schwäbisch Hall hat viele Vorteile.

  • sie kommt gebrauchsfertig ins Haus
  • eine Bevorratung entfällt
  • Sie müssen keine Energiebeschaffung vornehmen
  • es gibt keine Umwandlungsverluste im eigenen Haus wie bei Gas, Holz oder Öl
  • es gibt keine unangenehmen Rauchentwicklungen im Wohngebiet wie bei Holz
  • Sie brauchen keinen Schornstein, keinen Lagerraum und keinen Heizkessel
  • Sie erfüllen recht einfach die Anforderungen der EWärmeG und EEWärmeG

 

Die Wärme wird hauptsächlich aus Biomethan und Erdgas in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt, in einigen Gemeinden, wie in Wackershofen, kommen auch Hackschnitzel zum Einsatz.

Aufgrund der nachhaltigen Wärmeerzeugung wurde uns für den Wärmeverbund Schwäbisch Hall ein Primärenergiefaktor fp,FW = 0,00 bescheinigt. 

Bescheinigung zum Primärenergiefaktor in verschiedenen Wärmegebieten

Primärenergiefaktor Wärmeverbund Schwäbisch Hall (PDF)

 

 

Primärenergiefaktor Wärmegebiet Rosengarten (PDF)

 

 

Primärenergiefaktor in den einzelnen Wärmegebieten

BibersfeldLangäckerfP,FW=0,00
MainhardtOrtskern, Steinbühl, SchönblickfP,FW=0,70
MichelbachOrtskern, TaubentalfP,FW=0,70
MichelfeldSteinäcker, Lange ÄckerfP,FW=0,00
MichelfeldBronnen, RiedgrabenfP,FW=0,70
RosengartenWohnpark Am JakobswegfP,FW=0,00
Stadt Schwäbisch HallWärmeverbundfP,FW=0,00
UntermünkheimIm Bühl, AuäckerfP,FW=0,70
WüstenrotOrtskernfP,FW=0,38

Die Berechnung des Primärenergiefaktors basiert auf Basis der Betriebsdaten eines Jahres und den Berechnungsvorschriften des AGFW-Arbeitsblatts FW 309-1 (Formel 4). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die an den Übergabestationen primärseitig abgenommene Wärmemenge sowie den Brennstoffeinsatz. Berücksichtigt wird zudem die Verdrängung des fossil erzeugten Stroms durch den in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten und vorrangig ins Netz eingespeisten Strom.

 

Beispiele nach EnEV2014Primärenergiefaktor
Heizöl EL1,1
Erdgas H, Flüssiggas1,1
Steinkohle bzw. Braunkohle1,1 bzw. 1,2
Holz0,2
Strom (ab 1.1.2016)1,8
Biogas, Bioöl0,5
Umweltenergie (Solarenergie, Umgebungswärme etc.) 0,0
Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung*0,0

* bei Einsatz erneuerbarer Energieträger, unter Berücksichtigung der Substitution ineffizient produzierten Stroms im Netz

Der Primärenergiefaktor stellt eine wesentliche Größe bei der Ermittlung und Beurteilung des Heizenergiebedarfs von Gebäuden dar. Er gibt das Verhältnis von der eingesetzten Energie (z.B. aus Heizöl, Erdgas oder Fernwärme) zur abgegebenen Wärmeenergie wieder. Je effizienter sich die eingesetzte Energie nutzen lässt, desto niedriger ist der Primärenergiefaktor.

 

 

Förderung bei Umstellung auf Fernwärme

Der bisherige Investitionskostenzuschuss der KfW für effizientes Sanieren (430) kann nicht mehr beantragt werden. Statt dessen können seit 01.07.2021 Förder­kredite und Zuschüsse der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beantragt werden.

Ziel der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) ist es, Investitionen in Einzelmaßnahmen anzustoßen, mit denen die Energieeffizienz und der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte in Gebäuden in Deutschland gesteigert und die CO2-Emissionen des Gebäudesektors in Deutschland gesenkt werden.

Bei Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik) fördert das BEG als Einzelmaßnahme den Einbau von effizienten Wärmeerzeugern, von Anlagen zur Heizungsunterstützung und den Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz, das erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung mit einem Anteil von mindestens 25 % einbindet.

Zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen sind bei der KfW-Bank zu beantragen, Zuschüsse sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen.

Antragsberechtigt sind:

 

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Gemeinde- und Zweckverbände, sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, sofern diese zu Zwecken der Daseinsvorsorge handeln
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände
  • gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften

 

Die Antragsberechtigung gilt für Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks, Grundstücksteils, Gebäudes oder Gebäudeteils, auf oder in dem die Maßnahme umgesetzt werden soll, sowie für Contractoren.

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 2.000 Euro (brutto).

 

Gefördert wird die

 

  • Errichtung oder Erweiterung eines nicht öffentlichen Wärmenetzes (Gebäudenetz) zur ausschließlichen Eigenversorgung, der Anschlus bzw. die Erneuerung eines Anschlusses an ein Gebäudenetz (Förderfähig: Gebäudenetz, Komponenten, Installation, Inbetriebnahme und Umfeldmaßnahmen)
  • Anschluss bzw. die Erneuerung eines Anschlusses an ein Gebäudenetz
    (Voraussetzung: Einhaltung technische Mindestanforderungen, Anschluss an ein öffentliches Wärmenetz mit Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeerzeugung von mindestens 25%. Die Förderung umfasst die Kosten für Wärmeübergabestation und Rohrnetz (im Falle eines öffentlichen Wärmenetzes nur, sofern diese Komponenten nicht im Eigentum des Wärmenetzbetreibers verbleiben), sowie die Kosten der Installation, Inbetriebnahme und notwendiger Umfeldmaßnahmen, auch Maßnahmen im Gebäude zur Anpassung der Heizwärmeverteilung oder Gebäudeheiztechnik an niedrigere Vorlauftemperaturen oder zur Erreichung niedrigerer Rücklauftemperaturen bei Gebäudenetzen.
  • Liegt der Anteil erneuerbarer Energie im Wärmenetz bei mindestens 25%, so beträgt der Fördersatz  30 % für eine Wärmeübergabestation

  • Liegt der Anteil erneuerbarer Energie im Wärmenetz bei mindestens 55 %, so beträgt der Fördersatz 35 % für eine Wärmeübergabestation

 

Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 % möglich.

 

Wird eine Ölheizung durch den Anschluss an ein Wärmenetz ersetzt, wird zusätzlich ein Bonus in Höhe von 10 % gewährt, wenn die Wärmeübergabestation an ein Wärmenetz angeschlossen wird, das einen Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 25 Prozent oder 55 Prozent aufweist.

Die förderfähigen Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen sind gedeckelt auf 60.000 Euro pro Wohneinheit, das heißt die maximale Förderhöhe liegt je nach Fördersatz bei:

  • 30 % bei 18.000 Euro (Anteil erneuerbarer Energien im Wärmenetz bei 25 %)
  • 35 % bei 21.000 Euro (Anteil erneuerbarer Energien im Wärmenetz bei 55 %)
  • bis zu 40 % bei 24.000 Euro (zusätzich vorliegender individueller Sanierungsfahrplan)
  • bis zu 50 % bei 30.000 Euro (Ölheizung wird durch Wärmeanschluss ausgetauscht)
  • Gefördert werden Investitionsvorhaben in Deutschland
  • Die geförderte Maßnahme muss zu einer Verbesserung des energetischen Niveaus des Gebäudes beitragen
  • Die geförderten Anlagen oder durch die Einzelmaßnahme energetisch optimierten Gebäudeteile sind mindestens 10 Jahre zweckentsprechend zu nutzen.
  • Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen worden ist:

    Als Vorhabenbeginn gilt der rechsgültige Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrages, einschließlich eines Contracting- oder Bürgschaftsvertrages.
    Der Hauseigentümer darf den Wärmenetzbetreiber erst nach Stellen des Förderantrags verbindlich mit dem Einbau und der Eigentumsübertragung einer Wärmeübergabestation beauftragen.
    Planungsleistungen oder der Abschluss eines (Vor-)Vertrags zur Lieferung von Wärme ist nicht förderschädlich.

  • Die Wärmeübergabestation darf zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht ins Eigentum des Hauseigentümers übergegangen sein.
  • Der Zeitraum, innerhalb dessen die Maßnahme betriebsbereit umgesetzt werden soll (Bewilligungszietraum), beträgt in der Regel 24 Monate nach erteiltem Zuwendungsbescheid. Der Zeitraum kann vor Ablauf der Umsetzungsfrist auf schrifltichen Antrag verlängert weden.
  • Der Verwendungsnachweis einschließlich aller erforderlichen Unterlagen ist spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraums mittels der dafür vorgesehenen Formulare einschließlich aller erforderlichen Unterlagen einzureichen.
  • Die maximale Bewilligungsfrist für Einzelmaßnahmen beträgt insgesamt 48 Monate. Wird der Verwendungsnachweis erst mehr als sechs Monate nach Ablauf der Bewilligungsfrist eingereicht, verliert der Antragsteller*in den Anspruch auf die Auszahlung des Investitionszuschusses.

 

Besonderheiten bei Contracting-Projekten:

Beantragt ein Contractor die Förderung für den Contractingnehmer, sind darüber hinaus bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. So muss beispielsweise ein Contracting-Vorvertrag geschlossen werden und darüber vom Contractor und dem Contracting-Nehmer eine unterzeichnete Erklärung abzugeben. Für Energiedienstleister, die eine Bürgschaft im Rahmen des Energieeinspar-Contracting in Anspruch nehmen, gilt der Abschluss eines Contractingvertrages, der die beantragte Maßnahme umfasst, als Vorhabenbeginn. Der Abschluss einer entsprechenden Bürgschaft darf erst nach der Förderzusage erfolgen.

Energieeffizienz-Experten (EEE) sind alle in der Expertenliste des Bundes unter www.energie-effizienz-experten.de in den Kategorien

  • Einzelmaßnahmen
  • Wohngebäude
  • Nichtwohngebäude
  • Effizienzhaus Denkmal sowie Baudenkmale und
    sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz

geführten Personen.

Bei Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik) oder der Heizungsoptimierung müssen Energieeffizienz-Experten nicht eingebunden werden, die Einbindung ist optiona, es sei denn es sind auch Maßnahmen an der Gebäudehülle erforderlich.  

Bei Einbindung eines Energieeffizienz-Experten erstellt dieser eine technische Projektbeschreibung (TBP), in der die zu beantragende Maßnahme erläutert wird. Für die technische Projektbeschreibung stellt das BAFA ein elektronisches Formular zur Verfügung. Nach der Erstellung der TBP erhält der Energieeffizienz-Experte eine Identifikationsnummer (TPB-ID), die bei der Antragstellung der Förderung angegeben werden muss. Mit dieser wird das Antragsformular bereits mit den Gebäudedaten vorbefüllt.

Wenn der Energieeffizienzexperte in die Antragstellung eingebunden wurde, muss dieser nach Abschluss der Maßnahme einen technischen Projektnachweis (TPN) erstellen und in diesem die Umsetzung der Maßnahme bestätigen.

Umfassende Informationen findet man auf der Seite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle:

Direktlink

oder Sie nutzen unsere Online-Fördergeldabfrage, wo Ihnen passend zu Ihrer Baumaßnahme Fördermöglichkeiten angezeigt werden.

Zur Vereinfachung der Beantragung von Fördergeldern bieten die Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH in Kooperation mit der FEBIS Service GmbH einen Förderantrags-Service Heizungsmodernisierung an.
Der Förderservice unterstützt Sie dabei, sich mögliche Zuschüsse zu sichern. 

 

Wir übernehmen für Sie die

  • Online-Registrierung zur Reservierung der Fördergelder vor Maßnahmenstart und
  • erstellen nach Fertigstellung den erforderlichen BEG-Nachweis zur Mittelverwendung für die Auszahlung Ihrer Förderung.

 

So gehen Sie am besten vor:

  1. Fragen Sie Ihren Anschluss ans Fernwärmenetz bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall an.
  2. Füllen Sie danach die Checkliste für Wohngebäude/ Checkliste für Nicht-Wohngebäude) aus und reichen Sie diese zusammen mit dem Angebot zum Netzanschluss beim Förderservice ein.
  3. Warten Sie die Antwort über die erfolgreiche Antragstellung vom Förderservice ab.
  4. Dann kann der Anschluss ans Fernwärmenetz erfolgen.
  5. Sind die Installationsarbeiten abgeschlossen, reichen Sie die Rechnung aller zurechenbaren Arbeiten beim Förderservice ein.
  6. Wir führen für Sie den Nachweis zur Mittelverwendung und Veranlassen damit die Auszahlung Ihrer Förderung.

Förderhotline:

Unsere Förderhotline beantwortet Ihre Fragen zur BEG-Förderung und zum Förderservice.

Sie erreichen uns von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 – 17 Uhr unter der Rufnummer 0791 401-8612.

Technischer Vertrieb

Suchen Sie ein passendes Energiekonzept, soll ein Wohngebiet mit Wärme oder Erdgas erschlossen werden oder brauchen Sie fachmännische Beratung in Sachen Energieerzeugung?

Wenden Sie sich an unseren Technischen Vertrieb.

Tel.: 0791 401-8670
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