„Wir würden jederzeit wieder dieselbe Wahl treffen“

Zwei Michelfelder blicken auf zehn Jahre Fernwärmeversorgung durch die Stadtwerke Schwäbisch Hall zurück

 

Helmut Kübler und Georg Christmann leben seit 43 Jahren im Michelfelder Wohngebiet Bronnen. Sie wohnen in direkter Nachbarschaft. Ihre Gärten gehen beinahe nahtlos ineinander über. Aus den Nachbarn hat sich in den vielen Jahren eine enge Freundschaft entwickelt. Regelmäßig treffen sie sich in Helmut Küblers Garten und lassen den Tag bei einem Glas Wein Revue passieren.

Helmut Kübler und Georg Christmann teilen viele Gemeinsamkeiten. Eine davon ist: Beide haben sich im Jahr 2011 für den Umstieg auf Fernwärme entschieden.

Beim Bau ihrer Häuser vor 43 Jahren ließen sich Kübler als auch Christmann eine Ölheizung einbauen. Nach 32 Jahren riet der Schornsteinfeger aus altersbedingten Gründen zu einem Austausch der Heizung. Da kam eine im Gemeindeblatt angekündigte Infoveranstaltung zum Thema Fernwärme im Michelfelder Gasthof Adler wie gerufen.

Sylvia Weller von den Stadtwerken Schwäbisch Hall informierte an diesem Abend über den möglichen Aufbau eines Nahwärmenetzes im Wohngebiet Bronnen. Das Projekt stieß bei den Anwohnern schnell auf Zuspruch, innerhalb kürzester Zeit war der Aufbau des Wärmeverbunds Bronnen beschlossene Sache. Dies war für die Stadtwerke Schwäbisch Hall der erste eigenständige Wärmeverbund außerhalb Schwäbisch Halls.

Ab Herbst 2011 versorgten die Haller Stadtwerke den Kindergarten mit vier Gebäuden, sieben Mehrfamilien- und neun Einfamilienhäuser mit umweltfreundlicher Fernwärme. Zwei der neun Einfamilienhäuser gehören Helmut Kübler und Georg Christmann. „Unser Glück war, in direkter Umgebung des Kindergartens und der Mehrfamilienhäuser zu wohnen. Nur darum kamen auch wir zum Zug“, hält Kübler fest.

Aufgrund der sachlich grundierten Planung und verbindlich zugesicherten Gesamtkosten durch die Stadtwerke Schwäbisch Hall kamen weder bei Christmann noch bei Kübler Zweifel an der Fernwärmeversorgung auf. „Frau Weller von den Stadtwerken hat die Umsetzung des Projekts kompetent betreut. Sie war vertragstreu, zuverlässig und kannte keine Probleme, nur Lösungen“, berichtet Christmann.

Helmut Kübler ergänzt noch einen Punkt, der ihm aus der Planungsphase positiv in Erinnerung geblieben ist. Dazu zieht er ein Blatt Papier hervor, auf welchem er den Verbrauch seiner Fernwärmeheizung festgehalten hat und zeigt damit: „Wenn ich mir den Durchschnittsverbrauch der letzten zehn Jahre ausrechne, dann komme ich genau auf den von Frau Weller im Jahr 2011 kalkulierten Verbrauchswert.“

Im Vergleich zur vorherigen Ölheizung empfinden die befreundeten Nachbarn die Versorgung mit Fernwärme als sehr entspannt. „Wir leben nun ruhiger und gelassener. Die Preisfindung des eigenen Öleinkaufs war immer mit Stress verbunden. Diese Last fällt nun weg. Außerdem entfallen die Kosten für die Heizungswartung, für Reparaturen und die Schornsteinfegergebühren“, berichtet Christmann. Helmut Kübler fügt noch die Zuverlässigkeit der Fernwärmeversorgung an: „In mehr als zehn Jahren gab es erst einmal einen kurzen Wärmeausfall.“

Da bei Fernwärme auch die Bevorratung wegfällt, haben Kübler und Christmann wieder freien Platz in ihren Häusern gewonnen. Helmut Kübler, der in seiner Pension noch als Nachlassverwalter tätig ist, nutzt das ehemalige Heizöllager für seine Registratur. Bei Georg Christmann sind durch den Rückbau der alten Heizungsanlage samt Öllager sogar zwei Räume frei geworden. Dort hat er jetzt ausreichend Platz für seine Schweißer-Tätigkeiten.

Im Jahr 2022 blicken Helmut Kübler und Georg Christmann auf über zehn Jahre umweltfreundliche Fernwärmeversorgung durch die Stadtwerke Schwäbisch Hall zurück. Ihr Fazit lautet: „Unsere Entscheidung war goldrichtig. Wir würden jederzeit wieder dieselbe Wahl treffen.“

 

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