Wärme mit hervorragendem Primärenergiefaktor

Die Versorgung eines Gebäudes mit Wärme aus dem Wärmenetz in Schwäbisch Hall hat viele Vorteile.

  • sie kommt gebrauchsfertig ins Haus
  • eine Bevorratung entfällt
  • Sie müssen keine Energiebeschaffung vornehmen
  • es gibt keine Umwandlungsverluste im eigenen Haus wie bei Gas, Holz oder Öl
  • es gibt keine unangenehmen Rauchentwicklungen im Wohngebiet wie bei Holz
  • Sie brauchen keinen Schornstein, keinen Lagerraum und keinen Heizkessel
  • Sie erfüllen recht einfach die Anforderungen der EWärmeG und EEWärmeG

 

Die Wärme wird hauptsächlich aus Biomethan und Erdgas in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt, in einigen Gemeinden, wie in Wackershofen, kommen auch Hackschnitzel zum Einsatz.

Aufgrund der nachhaltigen Wärmeerzeugung wurde uns für den Wärmeverbund Schwäbisch Hall ein Primärenergiefaktor fp,FW = 0,00 bescheinigt. 

Auch 2021 Fernwärmeversorgnung ausgezeichnet

Die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke wurde genau unter die Lupe genommen. Grund sind neue gesetzliche Vorgaben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Für den Primärenergiefaktor wurde mit 0,24 ein sehr guter Wert ermittelt und der Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix beträgt mehr als 60 %. Der niedrige Primärenergiefaktor belegt die ökologische Qualität eines Heizungssystems und steht für eine optimale Ausnutzung der eingesetzten Ressourcen. "Die hohe Effizienz unserer Wärmeerzeugung und -verteilung bringt für unsere Kunden sehr viele Vorteile", unterstreicht Steffen Hofmann, Abteilungsleiter Projektentwicklung.

Der Ausbau des Wärmeverbundes in Schwäbisch Hall ist nach wie vor sehr dynamisch und wächst von Jahr zu Jahr. Bereits mehr als 2.300 Kunden profitieren von den vielen Vorteilen der Fernwärme. „Die Infrastruktur erstreckt sich vom Solpark im Osten bis nach Michelfeld und auch zum neuen Wohngebiet Langäcker in Bibersfeld. Vier über das Stadtgebiet verteilte Heizkraftwerke stellen die Wärmeerzeugung sicher“, erläutert Hofmann. 137 km Wärmeleitung sind inzwischen im Stadtgebiet verlegt. 16 mit Biomethan, Biogas und Erdgas gespeiste Blockheizkraftwerke sorgen für eine sichere und dezentrale Energieversorgung und leisten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz.

Bescheinigung zum Primärenergiefaktor in verschiedenen Wärmegebieten

Primärenergiefaktor Wärmeverbund Schwäbisch Hall (PDF)

 

 

Primärenergiefaktor Wärmegebiet Rosengarten (PDF)

 

 

Primärenergiefaktor Wärmegebiet Interkommunales Gewerbegebiet (IKG) Übrigshausen (PDF)

Primärenergiefaktor in den einzelnen Wärmegebieten

BibersfeldLangäckerfP,FW=0,24
MainhardtOrtskern, Steinbühl, SchönblickfP,FW=0,70
MichelbachOrtskern, TaubentalfP,FW=0,70
MichelfeldSteinäcker, Lange ÄckerfP,FW=0,00
MichelfeldBronnen, RiedgrabenfP,FW=0,70
RosengartenWohnpark Am JakobswegfP,FW=0,00
Stadt Schwäbisch HallWärmeverbundfP,FW=0,00
UntermünkheimIm Bühl, AuäckerfP,FW=0,70
UntermünkheimIKG ÜbrigshausenfP,FW=0,21

Wüstenrot

Ortskern

fP,FW=0,52

MainhardtOrtskernfP,FW=0,33

Die Berechnung des Primärenergiefaktors basiert auf Basis der Betriebsdaten eines Jahres und den Berechnungsvorschriften des AGFW-Arbeitsblatts FW 309-1 (Formel 4). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die an den Übergabestationen primärseitig abgenommene Wärmemenge sowie den Brennstoffeinsatz. Berücksichtigt wird zudem die Verdrängung des fossil erzeugten Stroms durch den in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten und vorrangig ins Netz eingespeisten Strom.

 

Beispiele nach EnEV2014Primärenergiefaktor
Heizöl EL1,1
Erdgas H, Flüssiggas1,1
Steinkohle bzw. Braunkohle1,1 bzw. 1,2
Holz0,2
Strom (ab 1.1.2016)1,8
Biogas, Bioöl0,5
Umweltenergie (Solarenergie, Umgebungswärme etc.) 0,0
Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung*0,0

* bei Einsatz erneuerbarer Energieträger, unter Berücksichtigung der Substitution ineffizient produzierten Stroms im Netz

Der Primärenergiefaktor stellt eine wesentliche Größe bei der Ermittlung und Beurteilung des Heizenergiebedarfs von Gebäuden dar. Er gibt das Verhältnis von der eingesetzten Energie (z.B. aus Heizöl, Erdgas oder Fernwärme) zur abgegebenen Wärmeenergie wieder. Je effizienter sich die eingesetzte Energie nutzen lässt, desto niedriger ist der Primärenergiefaktor.

 

 

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